New Collectible's:
Kill Bill Vol. 1 Jap. Limited Premium Edition Box Set
Kill Bill Vol. 2 Jap. Limited Premium Edition Box Set
Texas Chainsaw Massacre Ultimate Edition Steelbook
Texas Chainsaw Masscre Limited Edition Hartbox (Cover C)
Walt Disney Kostbarkeiten Limited Edition Tin
Woody Woodpecker & Friends Classic Cartoon Collection Vol. 1 Digipack
Total Recall Special Edition Digipack incl. WMV-HD-DVD
Godzilla 9-Disc Limited Edition Box Set
Alien 25th Anniversary Collector's Head
The Fear and Loathing in Las Vegas Criterion Collection
The Tin Drum Criterion Collection
Cannibal Ferox Ultrabit Limited Tin
Trainspotting Limited Definitive Edition Steelbook
Back to the Future 20th Anniversary Limited Edition Box Set
Police Story 1 & 2 Limited Edition Steelbook
The Simpsons Season 5 Limited Collector's Edition Digipack
Halloween Perfect Collection Limited Edition Tin
Forza Motorsport 2 Limited Collector's Edition
Bioshock Limited Edition Steelbook
Links
Thriller
Limited Edition
For the English Version of this Review click here.
Titel der Edition: Thriller – a cruel Picture, Limited Edition
Originalfilmtitel: Thriller – en grym Film, Hookers Revenge, They Call Her One-Eye und Thriller – ein unbarmherziger Film
Genre: Thriller/ Exploitation
Freigabe: Not Rated (Ungeschnitten), Bonus: Not Rated
Veröffentlichungsdatum: 28. September 2004
Produktionsland- und Jahr: Schweden, 1974
Label: Synapse Films
Regionalcode: 0
Darsteller: Christina Lindberg und Heinz Hopf
Musik: Ralph Lundsten
Regie: Bo A. Vibenius
Inhalt: Die schöne, mädchenhafte Madeleine (Christina Lindberg) ist seit einem sexuellen Übergriff in ihrer Kindheit stumm und lebt auf dem Gehöft ihrer Eltern. Als sie auf einen Bus wartet, der sie in die Stadt zu einem Arzt bringen soll, der ihr vielleicht helfen könnte, bietet der scheinbar sympathische Tony (Heinz Hopf) ihr an, sie mitzunehmen. Nach einem Essen mit ihm gibt es ein böses Erwachen... Tony hat sie mit Heroin betäubt. Verweigert sie ihm ihre Dienste als Prostituierte, erhält sie keinen Stoff und wird an dem Turkey zugrunde gehen. Madeleine lässt den Terror und die Vergewaltigung ihrer Seele und ihres Körpers scheinbar willenlos geschehen. Doch mit jeder Demütigung und dem Selbstmord ihrer Eltern, nachdem diese einen fingierten Brief von Tony erhalten haben, wächst in ihr aus der Verzweiflung ein tödlicher, alles verzehrender Hass und sie plant gewissenhaft einen blutigen Rachefeldzug…
Nach diesem Film scheinen alle anderen bekannte Vertreter des „Rape & Revenge-Movies“ vergessen. Für mich persönlich steht schon fest, dass der schwedische Regisseur Bo Arne Vibenius hier das Meisterwerk dieser Gattung geschaffen hat. Denn all das, was man dort sonst vermisst, ist hier vorhanden. Das „Thriller- Ein unbarmherziger Film“ technisch auf höchstem Niveau ist, verwundert nicht, denn Vibenius assistierte zuvor Schwedens Meisterregisseur Ingmar Bergmann bei dessen Filmen „Persona“ (1966) und „Die Stunde des Wolfes“ (1968). Viele Qualitäten seines Lehrmeisters übertrug er in seinen eigenen Film. Die ruhige, gelassene und vor allem leise Inszenierung des Filmes, die vorzügliche Kameraarbeit und die reduzierte Erzählweise, die sich voll und ganz auf die Hauptpersonen konzentriert und keine Ablenkungs- und Ausweichmöglichkeiten für den Zuschauer bietet. Das alles hat Vibenius in einem Film vereint wie ihn Bergmann niemals gedreht hätte.
„Thriller“ ist nicht nur einer der besten, wenn nicht sogar der beste „Rape & Revenge“-Filme sondern auch der härteste. Wo die Opfer in Wes Craven’s „Last House on the left“ reines Kanonenfutter sind (wie in den meisten Filmen dieser Art) und die Autorin in „I spit on your grave“ keinerlei Identifikationsmöglichkeit hergibt und ihr Schicksal einen denkbar kalt lässt, wird man hier unvermittelt in den Abgrund des Verderbens und der Hoffnungslosigkeit, in den Madeleine fällt, mitgerissen. Der Umstand, das sie im ganzen Film kein Wort (!) spricht und stets stumm bleibt und sich alles über Körpersprache, Mimik und die Choreographie im Zusammenspiel mit den übrigen Darstellern ergibt, intensiviert diese Wirkung noch und so entfacht „Thriller“ schon in der ersten Hälfte drastische emotionale Reaktionen beim Zuschauer. Auch die umstrittene Verwendung von Hardcore-Einstellungen in den Szenen von Madeleines sexueller Demütigung verfehlt ihre Wirkung nicht. Sie haben nichts Stimulierendes sondern haben exakt jene abstoßende Wirkung, die vermutlich beabsichtigt war, sind stets nur sehr kurz und lassen dadurch die Verzweiflung und den Abscheu des Mädchens noch eindringlicher werden. Sicherlich hatte der Regisseur auch das Aufsehen, das dieses Vorgehen erregen sollte, im Sinn, doch ganz nebenbei hat dies auch einen- nun ja- positiven Effekt.
Somit gelingt Vibenius das, was viele wollten, aber nur wenige schafften: Im Zuschauer eine Wut auf Madeleines Peiniger entflammen zu lassen, ihn ganz und gar auf ihre Seite zu ziehen und ihn am Ende zum jubelnden Applaus aufzufordern, wenn sie die „Schweine schlachtet“. Hier sind übrigens Szenen von überraschender Grausamkeit zu sehen, die Tötungen werden in extremer Zeitlupe zelebriert und verbergen nichts. Dazu erklingt eine süßlich-melancholische Melodie, welche eine erlösende, befreiende Wirkung erzielt und diese Rachemorde zu den geheimen Höhepunkten, zu seinen „schönsten Szenen“ voller „Gerechtigkeit“ erhebt. Es ist erstaunlich das die FSK den Film, nachdem man die Hardcore-Szenen selbstverständlich entfernt hatte, freigab, propagiert er doch eindeutig die Selbstjustiz. Aber das tut „Kill Bill“, der den Einfluss von „Thriller“ nicht leugnen kann (die Figur der Elle Driver), ja schließlich auch…
Trotz eines Dramas, das sich ohne Worte abspielt (In der zweiten Hälfte wird kaum noch gesprochen) und eines riskanten Themas ist „Thriller“ auch das, was sein Titel verspricht- Ein Film der eine eigenartige Form von Nervenkitzel verursacht und durchaus spannend ist- auch wenn er weit entfernt von dem ist, was man unter einem „Thriller“ versteht. Schließlich hat man es sich nicht einmal verkniffen, eine waghalsige Verfolgungsjagd mit Autos einzufügen, doch dies wäre auch das einzige wirklich unglaubwürdige an einem Film der beim genaueren Hinsehen längst nicht so unrealistisch und unglaubwürdig erscheint wie auf den ersten Blick. Auch diese sehr realistische Note macht den Film packender als andere Stilverwandte. Gerade durch den unspektakulären Aufbau wird der Zuschauer gefesselt und nicht mit hysterischem Geschrei und überzogenen Emotionsausbrüchen in die Distanz entlassen.
Mit dem Sexploitation-Star Christina Lindberg („Schulmädchenreport 4“, „Female Yakuza Tale: Sex and Fury“) hat sich Vibenius eine Traumbesetzung an Boot gezogen. Ihr unschuldiges, kindliches Gesicht mit den fragenden Kulleraugen, ihre zerbrechlich wirkende Figur lassen die bestialische Grausamkeit und die Unmenschlichkeit der erzwungenen Prostitution, die sich auf ihrem Körper und ihrer Seele abspielen noch abstoßender erscheinen als dies bei einem anderen Mädchen vielleicht der Fall gewesen wäre. Es ist schlicht und ergreifend hart, eine jungen Frau mit dem Gesicht einer 15jährigen von schmierigen, geifernden Freiern überfallen und beim spritzen von Heroin zu beobachten. Ihre Metamorphose zum schwarz gekleideten, kompromisslosen Racheengel erscheint aber dennoch nicht unglaubwürdig. Übrigens ist auch der sparsame Soundtrack sehr geschickt eingestreut und setzt stets im rechten Moment ein. Auch wenn Christina Lindberg sicher keine große Aktrice ist- hier kann man sich über sie nicht beklagen.
Fazit: Jedem, der noch nie einen derart gelagerten Film zu Gesicht bekommen hat, sollte keine Zeit in die übrigen (überflüssigen) Vertreter der Gattung stecken, sondern sich gleich ihres Meisterwerkes bedienen. „Thriller- Ein unbarmherziger Film“ ist unbedingt sehenswert, ein meisterhafter, friedvoller Bilderreigen aus schmerzhafter Qual und rächendem Tod, der sicherlich, bzw. hoffentlich niemanden kalt lassen wird.
Geschrieben von McKenzie
Bild: NTSC, Farbe, 1,66: 1 (anamorphes Widescreen), Bonus teilweise auch in 4:3 Fullscreen
Format ist laut Cover 1,78:1, das ist falsch. Auf der DVD ist das Original-Kinoformat 1,66:1 mit schwarzen Balken oben und unten.
Ton:
Schwedisch (Dolby Digital 2.0 Stereo Sound)
Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo Sound)
Laufzeit: Hauptfilm ca. 107 Minuten, Bonus ca. 13 Minuten
Untertitel: Englisch
Extras:
Hauptfilm (Ungeschnitten)
HD-Transfer vom 16 mm Original-Kamera-Negativ
Extras:
Animierte Menüs
Trailer und
TV-Werbungen, ca. 6 min
Film im Zeitraffer, ca. 1 min
Alternative Hafenkampsequenz, ca. 5 min
Outtake Reels, ca. 1 min
Bildergalerien (In Bed with Christina Lindberg, Bilder der zerstörten Kampfszene, Produktionsfotos, Promotionmaterial und Hinter den Machern)
Filmografien (Bo A. Vibenius und Christina Lindberg)
Erhältlich: Amazon.uk
Verpackung: Normale Amaray-Hülle mit herausnehmbarer Kapitelauflistung innen… das ist zu wenig für den Sammler. Das Cover ist aber passend zum Film, und auch die DVD-Halterung ist gut.
Limitierung und Erhältlichkeit: Laut Verpackung ist diese Version auf 25,000 Stück limitiert. Die eigene Nummer steht aber nicht auf der Packung, und Synapse vertreibt auch noch die gekürzte Version des Films ohne Limitierung.
Die DVD ist recht leicht im Internet, bei ausländischen Onlineshops und in Online-Auktionshäusern, zu erwerben. Das liegt wohl daran das viele den Film wieder verkaufen. Exploitation ist wohl doch nichts für jeden.
Hätte man eine niedrigere limitierte Auflage produziert wäre der Sammlerwert sicher höher.
Bild- und Tonqualität: Das Bild ist für das Alter des Films sehr gut. Kontrast, Schärfe und Farbgebung stimmen. Ein leichte Film-Körnung (Grain) ist über die ganze Länge des Films vorhanden, diese stört aber nicht weiter. Die einzigen Stellen im Film die eine wirklich schlechtere Qualität haben sind die Hardcore-Pornoszenen. Liegt vermutlich daran dass das Ausgangsmaterial hier ein anderes war. Aber da der Film nur über Synapse erhältlich ist kann man ihn auch nicht vergleichen mit einer DVD von einem anderen Label.
Der Ton ist gut, alles ist klar verständlich. Tonsprünge oder Knacksen gibt es nicht. Aufgeblasener 5.1 Ton ist keiner vorhanden.
Andere hervorragende VÖ des Films: Keine Veröffentlichung bekannt.
DTS- oder SUPERBIT-Fassung des Films: Keine Veröffentlichung bekannt.
HD-Fassung des Films: Keine Veröffentlichung bekannt.
Beste erhältliche Laserdisc-Fassung des Films: Keine Veröffentlichung bekannt.
Gesamteindruck: Das Label Synapse Films hat mit Thriller einen der besten europäischen Underground-Filme in sein Programm aufgenommen. Thriller ist einer der wenigen Filme, wo man von der ersten bis zur letzten Minute schockiert vor dem Fernseher sitzt. Synapse zeigt nur in der Limited Edition den ungekürzten Film, die normale Version ist ca. 20 min geschnitten, weil in der Thriller Limited Edition die sexuelle Ausbeutung von Madeleine durch Hardcore-Pornoszenen ergänzt wird.
Witzige Story zur Veröffentlichung: Regiesseur Bo A. Vibenius, verkaufte vor ca. 6 Jahren die Rechte an Synapse für gerade einmal 10000 Dollar. Dann kam Q. Tarantinos „Kill Bill“. Der wiederrum hypte „They Call Her One-Eye“ unermesslich, wählte ihn z.B. auf Platz vier seiner Top-7-Exploitationfilme und zollte ihm auch inhaltlich Tribut. Nun waren natürlich mehr Menschen auf den Film aufmerksam geworden, und wollten diesen haben bzw. kaufen. Vibenius war sauer, dass er die Rechte für so wenig Geld aus der Hand gegeben hatte. Also begann er zu behaupten, die Rechte seien ihm gestohlen worden, und es gab Drohanrufe- und E-Mails an Synapse. Synapse ließ sich davon aber nicht beirren und brachte den Film wie geplant heraus.
Sammlerpunkte: 3,0 von 10
Erstellt am 28. Februar 2008, von Vyti