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Cannibal Ferox
Ultrabit Limited Tin

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Titel der Edition:
Cannibal Ferox Ultrabit Limited Tin

Originalfilmtitel: Cannibal Ferox, Die Rache der Kannibalen, Die Rückkehr der Kannibalen, Canibal Feroz, Let them die slowly, Make them die slowly, Woman from Deep River, De Kannibalen Vallen Aan!, Lefki sarka sta dontia tous und Terreur cannibale

Genre: Horror/ Splatter

Freigabe: Ungeprüft (Ungeschnitten), Bonus: Ungeschnitten

Veröffentlichungsdatum: 1. Dezember 2004

Produktionsland- und Jahr: Italien, 1981

Label: Sazuma Productions

Regionalcode: 0

Darsteller: Giovanni Lombardo Radice, Lorraine De Selle, Danilo Mattei, Zora Kerova, Walter Lucchini, Fiamma Maglione, Robert Kerman, John Bartha, Venantino Venantini, 'El Indio' Rincon, Giovanni Bergamini und Riccardo Petrazzi

Musik: Roberto Donati, Fiamma Maglione und James Kerrigen

Regie: Umberto Lenzi

Inhalt: Hier ist er also, der vielgerühmte Kannibalen-Klassiker von Umberto Lenzi. "Was sie in diesem neuesten Kannibalen-Schocker sehen ist so pervers, das man es nicht mehr beschreiben kann!" heisst es im unglaublich reißerischen deutschen Kinotrailer (der auch schon alle Gore-Szenen zeigt, die der Film enthält, ein Wunder, was die FSK damals noch durchgehen ließ!). Den ganzen Lobgesängen auf den Film (die natürlich hauptsächlich von Gore-Hounds ausgingen) kann ich mich so ganz und gar nicht anschließen. Denn "Cannibal Ferox" ist in meinen Augen nichts weiter als eine primitive Metzgerei ohne Verstand, Spannung und Handlung. Das Umberto Lenzi durchaus Talent als Regisseur hat will ich gar nicht abstreiten, man denke an seine Psychothriller "Das Rätsel des silbernen Halbmonds" oder "Spasmo", doch der Ruf dessen, was er sich hier geleistet hat ist nur ein weiterer Beweis dafür, das es viel zu viele Filmkonsumenten gibt, denen der Eingeweide-Gehalt eines Films am wichtigsten ist. Die Story kann man sich schonmal an den Hut stecken, vorausgesetzt, man erkennt sie überhaupt: Zwei Studenten und ihre anscheinend extrem beschränkte und nymphomane Cousine wollen in den Amazonas-Wäldern herausfinden, ob Kannibalismus noch existiert. Natürlich existiert er noch, was habt ihr denn gedacht? Und so gibt es dann eine Handvoll saftiger Amputationen. Aber eine muss natürlich überleben und der Welt erzählen, was es damit auf sich hat. Klingt gut? Ist es aber nicht! Denn die erste Stunde macht sich gepflegte Langeweile breit und man tut wirklich gut daran, sich den Film auf deutsch anzusehen, denn die trashigen Sprecher mancher Figuren retten gerade so vor dem Einschlafen. Die oben genannten Effekte (die auch nicht allzu toll gemacht sind und eigentlich sind es derer auch gerade mal 5 oder 6 Stück) finden sich überwiegend in der letzten halben Stunde, es würde also theoretisch auch reichen, nur diese anzusehen, da kein Zweifel darüber bestehen kann, das dieser Film nur gedreht wurde, um möglichst viel Splatter zu zeigen denn eine andere Ambition kann ich in dem strunzdoofen Drehbuch nicht erkennen. Die Schauspieler (wenn es überhaupt welche waren) sind erträglich, aber eine Charakterzeichnung oder spannungsreiche Dialoge darf man sich natürlich nicht erwarten, dann wäre der Film ja schon fast gut. Nur John Morghen ist ganz gut als Fiesling, allerdings fragt man sich wie ein solch begabter Charge an eine solche Produktion gerät. Der Score ist ganz leidlich, allerdings wirkt der dramatische Chor-Gesang schon fast wieder trashig, denn so brutal das Ganze auch sein soll, unter die Haut geht es irgendwie nicht. Mit den durchdachten Kamerawinkeln die Lenzis Thriller noch ausgezeichnet hatten darf man natürlich auch nicht rechnen, denn nichtmal künstlerischer Mindestanspruch wird hier gepflegt. Über die moralische Vertretbarkeit der absolut unnötigen und sadistischen Tiertötungen (die ja echt stattfanden) brauche ich dann wohl keine Worte mehr zu verlieren! FAZIT: Ein unglaublich dummer, primitiver und dreckiger Schundfilm, der wirklich blanke Zeitverschwendung ist (es sei denn, man achtet nur aufs Kunstblut, aber da gibt es ja auch genug Kandidaten) und durch seine Idiotie gehörig auf die Nerven geht. Kein Verlust, dass die Bpjm dieses Machwerk auf ihre rote Liste gesetzt hat, auch wenn das Verbot die DVD-Käufer vermutlich noch beflügelt. Mann oh mann...

Geschrieben von McKenzie

Bild: NTSC, Farbe, 1,78: 1 (anamorphes Widescreen), Bonus teilweise auch in 4:3 Fullscreen

Ton:
Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo Sound)
Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo Sound)

Laufzeit: Hauptfilm ca. 89 Minuten, Bonus ca. 17 Minuten

Untertitel: Deutsch, Englisch, Finnisch, Niederländisch und Schwedisch

Extras:
Disc 1:
Hauptfilm (Ungeschnitten)
Extras:
Animiertes Menü
Mehrere Trailer, ca. 18 min
Umberto Lenzi Bio- and Filmographie
Comming Attractions of sazuma.com

Erhältlich:

Verpackung: Wunderschöne Tin, die in 2 Versionen erschienen ist. Einmal in der mir vorliegenden, und einmal mit einem Extra Gimmick für die ersten 333 Käufer. Die Gimmicks die der Tin beiliegen beschränken sich auf 8 Film-Motiv-Postkarten die in einem dünnen Kartonumschlag verwahrt sind und einen Gutschein für eine portofreie Lieferung im Sazuma-Onlineshop. Der Kartonumschlag der Postkarten ist passend zum Cover bedruckt. Wer das Glück hatte und schnell war bekam noch als weiteres Gimmick ein passendes Cannibal Ferox Mousepad.
Das schlimmste ist aber das die DVD in einem coverlosen Slim-Amaray verwahrt wird. Sehr schade, ein Cover für diese limitierte Auflage zu drucken und zu designen wäre nicht teuer gewesen…. Außerdem hat jede DVD heutzutage ein Cover.
Auf der Coverrückseite der Tin ist ein kleiner marginaler Druckfehler; die deutsche Sprache wird nicht angegeben.

Limitierung und Erhältlichkeit: Auf 3333 Stk. limitiert, und Out-of-Print. Maschinell durchnummeriert auf der Tin-Rückseite.
Taucht selten im Internet bei FSK18-Auktionshäusern und im Privatverkauf auf, und dann überteuert.

Bild- und Tonqualität: Ultrabit, das heißt einen Film so zu pressen das die ganze DVD voll ist, und somit eine maximale Qualität erreicht wird. Da verwundert es dass dies nicht ein Industrie-Standard ist, und jede DVD so gepresst wird.
Zurück zum Thema; Das Bild ist frei von Kompressions-Artefakten aber Milchig und die Schärfe ist nur mittelmäßig. Der Stereoton ist klar verständlich, Rauschen und Knacksen gibt es nicht.
Wer den Film liebt dem sei aber gesagt eine bessere Veröffentlichung von Cannibal Ferox wird er kaum finden.

Andere hervorragende VÖ des Films: Zwei DVDs sind neben dieser Veröffentlichung noch erwähnenswert; die Ultrabit Fassung von Shock Entertainment aus Holland, und die amerikanische DVD. Erstere hat wenig Extras dafür aber den Film auch als Ultrabit-Fassung. Die amerikanische Disc von Grindhouse Releasing hat den Film zwar nicht als Ultrabit-Fassung dafür eine Menge Extras, inklusive einem Audiokommentar mit Umberto Lenzi und John Morghen. Beide Veröffentlichungen sind ebenfalls Ungeschnitten.

DTS- oder SUPERBIT-Fassung des Films: Es gibt noch eine Ultrabit-Fassung des Films in Holland von Shock Entertainment.
Eine DTS- oder SUPERBIT-Fassung existiert nicht.

HD-Fassung des Films: Keine Veröffentlichung bekannt.

Beste erhältliche Laserdisc-Fassung des Films: Hier muss man die Grindhouse Laserdisc empfehlen. Diese hat den Directors Cut in Widescreen mit Stereo Ton und Audiokommentar. Weitere Extras sind; Trailer, eine Soundtrack Vinyl, ein Film-Poster und eine Kotztüte. Die ganze Verpackung passt zum Film und ist wunderschön.

Gesamteindruck: Der Film ist ein Streitthema, wie schon oben geschrieben.
Tolle Edition von Sazuma bis auf das fehlende Cover beim Amaray. Schade nur dass man den Transfer Ultrabit presst aber den Film nicht ordentlich restauriert. Die beste Veröffentlichung bleibt wohl die Laserdisc von Grindhouse; Bild und Ton sind nicht minder schlecht als die DVD-Veröffentlichungen, und verpackungstechnisch ist die LD immer noch am schönsten anzusehen.

Sammlerpunkte: 5,5 von 10

 

Erstellt am 30. März 2008, von Vyti